Der Krebs kam, sah und siegte!

Es waren Sommerferien. Für alle Kinder normalerweise das Highlight des Jahres. Doch im Jahr 2000 sollte das „Highlight“ für mich und meine Schwestern und meinen Papa ein anderes werden. „Mutti ist Tod“ diese Nachricht hat mir, hat uns, den Boden unter den Füßen weggerissen. Der Krebs hat recht schnell gewaltet. Innerhalb von  2 Monaten war der Kampf ums Leben vorbei, bevor er eigentlich angefangen hat. Ich dachte das passiert nur bei anderen aber doch nie bei uns. Wir sind zwar nicht die perfekte Familie aber warum gerade wir, warum ich? Warum nimmt der liebe Gott eine Mutter aus der Familie und hinterlässt 3 Mädchen, die Jüngste im Alter von 2 Jahren. Die Antwort darauf weiß ich bis heute nicht. Dennoch bin ich heute um einiges schlauer, wenn es um das Arschloch Krebs geht.

Der Krebs weiß, was er macht!

Denn der Krebs klopft nicht irgendwo an, der Krebs handelt strategisch klug.

Du glaubst es nicht? Dann lies schön weiter!

In meinen Augen ist der Krebs gar keine Krankheit mehr, der Krebs ist zu einer Epidemie geworden. Nahezu jeder kennt jemanden, den es erwischt hat oder jemand erlebt es am eigenen Leib. Der Krebs macht nicht einmal vor Kindern halt. Manchmal nimmt das ein gutes und manchmal ein schlechtes Ende. Und doch machen sich so wenige Menschen Gedanken über diese schreckliche Krankheit. Ich habe sie mir gemacht, die Gedanken. Und das zu Genüge. Mein Lernprozess und Erkenntnisprozess hat nicht einen Tag gedauert. Er hat Jahre gedauert! Während meine ganze Familie immer noch im Dunkeln tappt und es für Unglaublich hält, was passiert ist, habe ich meine Erkenntnisse gesucht und gefunden. Wer sucht, der findet auch! Ich habe viele Beobachtungen gemacht, mich viel belesen, mit vielen Menschen gesprochen, die ein ähnliches Schicksal hatten. Was habe ich nun gelernt?

Wir meinen unser Körper kann viel ab und wir fordern diesen heraus Tag für Tag. Ob uns etwas gut tut oder nicht, scheiß egal. Nur die wenigsten checken welchen „Gefallen“ sie sich damit tun. Und wenn sie es merken, dann ist es zu spät. Nichts geht spurlos vorbei im Leben. Wenn es dann zu spät ist, hilft „Hätte – Wäre“ dann gar nicht mehr. Tatsächlich hat der Mensch vergessen, dass der eigene Körper eine sehr zarte Maschine ist, die sich alles irgendwo merkt. Und die Software ist unser Köpfchen, mal mit viel und mal mit weniger Hirnzellen.

Des Pudels Kern

Jede Krankheit hat eine Ursache, einen Kern und das hat auch der Krebs.

Es hat etwas mit dem Menschen zu tun, mit dem was ihn oder sie beschäftigt, was die Gedanken nicht loslässt. Es ist unter anderem die Angst, die Verbitterung und der Selbsthass der hier wirkt. Der Kopf kreiert ganz viel Mist, wenn der Tag lang ist. Auch meine Mutti hat vieles beschäftigt. Was es war, das weiß ich nicht, bestimmt nichts Gutes. Ich habe nur eine Frau mit Stimmungsschwankungen erlebt, mit ganz vielen Momenten der absoluten Stille und dem „In Sich“ Versunkensein. Für ein Kind nicht immer toll, wenn man nicht weiß was gerade so abgeht und wie man helfen kann. Natürlich gab es auch die schönen Momente, aber leider viel zu selten.

So hat mich der plötzliche Krebstod meiner Mutti sehr viel gelehrt.

Ich habe gelernt, dass nur sehr wenige da sind wenn es einem schlecht geht. Natürlich trifft das nicht auf alle zu aber, in meinem Fall war das so. Wir waren zu viert verlassen. Ich habe gelernt, wie ich mein Leben nicht führen sollte und ich habe erkannt, dass Familie nicht immer das ist was Familie verspricht. Ich konnte feststellen, dass Trauern ein ganz wichtiger Prozess ist. Ich habe diese Trauer und auch Wut über Jahre in mir getragen und an den falschen Menschen rausgelassen. Wer nicht trauert und so Abschied nimmt tut sich nichts Gutes.

Ich konnte mir keine Trauerphase leisten, denn ich musste sofort funktionieren, schließlich stand zu diesem Zeitpunkt mein Abitur vor der Tür! Ich habe gelernt, dass das Sterben zum Leben dazugehört. Wir alle gehen jeden Tag einen Schritt näher auf unseren Tod zu, nur so zur Information! Ich habe gelernt, dass die Arbeit an sich selbst wertvoll ist.

Im Reinen sein mit sich selbst

Es ist so wichtig mit sich im Reinen zu sein! Darauf zu achten was man macht, warum man es macht und die wichtigste Frage aller Fragen ist wohl: Geht es mir gut dabei und bin ich tatsächlich glücklich? Wo belüge ich mich selbst? Und als Beziehungscoach wage ich sogar zu sagen: achte sogar darauf, in welcher Beziehung du dich befindest! Das vernachlässigen sehr viele. Hauptsache nicht allein sein, Hauptsache einen auf Familie machen, Hauptsache nach außen hin ein perfektes Bild kreieren. Das ist es alles nicht Wert, wenn es Dich nicht glücklich macht.

Der Krebs und die Quintessenz

Mit meinem Wissen heute wäre ich eventuell in der Lage meiner Mutti zu helfen. Doch das kann ich nicht. Trotzdem kann ich mit meiner Geschichte und Erfahrung anderen helfen und das ist genau so viel Wert. Ich bin heute durch dieses Ereignis gestärkt, auch wenn es nicht einfach war. Ich habe einen klaren Blick auf mein Leben und das Leben anderer. Auch auf die Problemchen des Lebens blicke ich anders drauf, nämlich mit deutlich mehr Gelassenheit und weniger Drama. Leute, es gibt Schlimmeres als ein verspätetes Amazonpaket! Die Quintessenz ist und bleibt: Wo es glückliche Menschen gibt, da herrscht kein Krebs. Der Krebs nistet sich nur in geschwächte und unglückliche Menschen hinein. Die Ausnahme bestätigt natürlich die Regel.

 

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