Liebe und Geld sind (k)ein Paar

Wir heiraten aus Liebe, ist das nur ein bla bla? Wir müssten lügen, wenn wir jetzt sagen würden, dass Geld unsere Entscheidungen nicht beeinflusst. Ob im Arbeitsleben oder der Beziehung: Geld bestimmt unsere Entscheidungen oftmals mehr als unser Gefühl. So überrascht mich die Studie der Bundesbank nicht. Diese behauptet dass das Erbe eine entscheidende Rolle bei der Partnerwahl hat. Obwohl ich jeglichen Studien IMMER kritisch gegenüber stehe, gibt es hier einige Punkte die ich dazu erläutern möchte.

Meine Worte zu der Bundesbank Studie

Wir möchten es in einer Beziehung einfach, sicher und schön haben. Der erste Gedanke, der uns dann in den Kopf schiesst ist: für ein schönes und sicheres Leben benötigen wir Geld. Ohne Geld geht nix. So war das auch früher wenn man geheiratet hat. Früher war die Heirat ein Geschäft, es war das Zusammenführen von Gütern für mehr MACHT und Ansehen. Warum haben wohl nur die Adligen unter sich geheiratet, warum hat man nicht „einen Bauern“ geheiratet? Auch damals war der WERT eines Menschen gemessen an seinem Besitz. Nicht nur der Wert eines anderes Menschen sondern auch der eigene Wert (was ziemlich traurig und erbärmlich ist). Auch wenn diese Form der Heirat vielleicht nicht mehr so offensichtlich existiert, existiert sie in den Köpfen der Menschen. Geld regiert die Welt und es wird auch (wahrscheinlich) so bleiben. Es ist schön in eine Partnerschaft einzugehen, wo das Geld keine Rolle spielt und nie zum „Problem“ werden kann. Doch es gibt für alles im Leben einen Preis. So pokert man hoch, wenn man auf das Erbe hofft im Unwissen, ob es überhaupt dazu kommt das Erbe zu geniessen. Wir meinen wir können das Leben „austrixen“ und planen alles strategisch klug, bis das Schicksal uns wachrüttelt und dann ist es zu  spät.

Unsere Werte sind keine WERTE mehr. Unsere Werte sind Preisschilder!

Diese Preisschilder bestimmen was ein Luxusprodukt ist, was begehrenswert sein sollte  und was Billigware ist. Wenn eine Handtasche teuer ist, ist sie heiss begehrt. Würde man der Tasche einen Preis von 99 Cent geben, ist die Tasche nicht mehr begehrenswert. Zu mindestens wertet sie den Besitzer nicht mehr auf, und das ist doch schade, oder? In der Wirtschaft sind Preise das Resultat von Angebot und Nachfrage. In der Beziehung setzten wir unserem Partner auch ein Preisschild (natürlich nur in Gedanken). Was Du wert bist, muss sichtbar auf dem Konto sein. Es muss sichtbar sein , damit es die anderen auch mitbekommen. Damit wir mächtig und supertoll „erscheinen“, ob wir tatsächlich glücklich sind ist erst mal zweitrangig. Diese Werte, die wir sehen können, machen uns nicht glücklich, sie machen uns eher verrückt, weil wir nie genug bekommen können. Die wahren Werte, die uns glücklich machen sind unsichtbar! Jeder der eine bedingungslose Liebe erfahren hat, wird mir hier zustimmen. Und hier liegt das Problem, die meisten Menschen haben NIE bedingungslose Liebe erfahren und suchen sie verzweifelt im Aussen und sie scheitern kläglich daran. Ein Erbe kann ebenfalls keine bedingungslose Liebe geben, das kann ich zu 100% versichern!


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